Absatzkrise trifft Daimler: Konzern kündigt “harte Einschnitte” für das Personal an

Schwere Zeiten brechen auch auf Daimler herein: Laut einem Bereicht von „süddeutsche.de“, hat der Stuttgarter Autobauer für seine Beschäftigten heute eine außerordentliche Betriebsversammlung einberufen. „Harte Einschnitte“ für das Personal, kündigte eine Sprecherin des Betriebsrats an.Daimler will an der Betriebsversammlung darüber informieren, mit welchen Maßnahmen sich der Konzern der Weg aus der Krise ebnen will. Klar ist, dass die Mitarbeiter diese Maßnahmen deutlich zu spüren bekommen: um Personalkosten zu senken, hat der Traditionsautobauer ein Paket geschnürt, das mit drastischen Änderungen in der Personalpolitik die Auswirkungen der Absatzkrise dämmen soll.

Wie „süddeutsche.de“ unter Berufung auf einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ schreibt, werden viele Arbeitnehmer bis ins zweite Halbjahr die ungeliebte Kurzarbeit verrichten müssen. Zudem ist die für Mai geplante Lohntariferhöhung von 2,1 Prozent verschoben worden. Düster sehen die Prognosen für die Bereiche Forschung und Entwicklung aus: Da in den Sparten keine Kurzarbeit möglich ist, müssen sich die Beschäftigten auf eine Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich einstellen.

Auch die Angst vor Kündigungen geht bei vielen Daimler-Mitarbeitern um: betriebsbedingte Kündigungen schließt der Konzern nicht aus. Wer nicht vor Juli 2004 bei Daimler angestellt wurde, muss um seinen Job bangen, denn der Beschäftigungsvertrag schützt nur jene Angestellten bis Ende 2011, die vor dem besagten Zeitpunkt bereits bei Daimler unter Vertrag standen.

Aktuell arbeiten bundesweit über 50.000 Daimler-Angestellte in Kurzarbeit. Von Ostern an wird auch der Nutzfahrzeugbereich auf Kurzarbeit umstellen. Von dieser Massnahme werden 18.000 Beschäftigte betroffen sein.

Für das erste Quartal ist bei Daimler mit roten Zahlen zu rechnen.

Hinterlasse eine Antwort