2010 sollen wieder mehr Autos verkauft werden
Nach dem Ende des Krisenjahres 2009 soll 2010 für die Automobilbranche wirtschaftlich gesehen erfolgreicher werden. Viele der großen Autohersteller wurden stark von der Weltwirtschaftskrise getroffen, so auch der Weltmarktführer Toyota. Das Geschäftsjahr, das im März endet wird von Toyota mit einem Verlust von 2,8 Milliarden Euro abgeschlossen werden.
2010 soll es jedoch ganz anders aussehen und der Absatz soll um ganze sechs Prozent gesteigert werden. Der größte Konkurrent Toyotas, wenn es um die Weltmarktführung geht ist Volkswagen. In Europa hat VW bereits die Marktführung, das reicht dem Wolfsburger Unternehmen allerdings noch nicht aus. Spätestens 2018 will VW Toyota als Weltmarktführer ablösen, auf dem Weg dorthin spielt der asiatische Markt eine Schlüsselrolle.
Indien und China sind die Absatzmärkte von morgen, denn in diesen Ländern gibt es seit ein paar Jahren ein großes Wirtschaftswachstum. China hat die USA bereits als weltgrößten Absatzmarkt für Autos abgelöst, für die Autohersteller wird es deshalb immer wichtiger sich in China und Indien anzusiedeln. Um besser auf dem schnell wachsenden indischen Markt voranzukommen hat Volkswagen knapp 20 Prozent vom japanischen Automobilbauer Suzuki übernommen.
In China arbeitet VW mit dem chinesischen Autohersteller SAIC zusammen. SAIC hat sich sein Geld bisher hauptsächlich damit verdient Kopien westlicher Automodelle für den chinesischen Markt anzufertigen. Über ein Jointventure kooperiert SAIC mit VW und stellt den Santana für den chinesischen Markt her.
VW erzielt 2009 Rekordverkäufe
Für Volkswagen verlief 2009 weit erfolgreicher als für Toyota. Grund dafür waren die staatlichen Kaufanreize, die es in vielen Ländern gab. Diese verschafften VW einen Absatzrekord von 6,3 Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit. Anders als Toyota traut sich der Konzern noch keine Prognose für das nächste Geschäftsjahr zu machen. Experten sind jedenfalls der Meinung, dass die Autoverkäufe von VW im nächsten Jahr zurückgehen werden, weil die staatlichen Kaufanreize nicht mehr vorhanden sind.
Auf dem US-amerikanischen Markt, der sich im nächsten Jahr erholen soll, ist VW allerdings nicht stark genug vertreten. Automarken wie Audi und Skoda, die beide VW-Töchter sind, sind kaum in den USA zu finden. In China holt die Konkurrenz derweil auf, so dass es für VW schwierig werden könnte das Ziel der Weltmarktführung tatsächlich bis 2018 zu erreichen. Die chinesischen Autobauer versuchen ihrerseits auf den westlichen Markt vorzudringen und die eigenen Automarken zu stärken. Es fehlt den chinesischen Autobauern allerdings an technischem Know-How. Um sich dieses anzueignen kaufen die Konzerne aus China westliche Traditionsmarken wie Saab und Volvo auf. In ein paar Jahren kann es also sein, dass auch Autobauer aus China zu den Führenden der Welt gehören werden.