Daimler fordert hohe Leistung von Michael Schumacher
Die Sensation in der Formel 1 war vor ein paar Monaten perfekt, als die Medien verkündeten, dass Michael Schumacher in den aktiven Rennsport zurückkehrt. Und das auch noch bei Mercedes. Doch der Daimler Konzern hat jetzt klargestellt, dass von Schumi viel erwartet wird – sonst werden Konsequenzen gezogen.
Das Team Mercedes GP vom Hause Daimler hat laut seinem Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche nämlich nicht selbstverständlich einen Platz im Rennsport, denn sollte das Team in der kommenden Saison nicht genügend Siege einfahren, wird diese Investition vielleicht nicht längerfristig bestehen.
Hoher Druck auf Schumi
Selbstverständlich hat das Comeback für viel Aufmerksamkeit gesorgt, sowohl bei Medien und Fans als auch bei Sponsoren. Zusätzlich erhofft man sich bei Mercedes durch die Investition in der Formel 1 ein jüngeres, sportlicheres und dynamischeres Image, als es bisher der Fall ist. Um dieses Konzept voll durchziehen zu können, soll noch in diesem Frühjahr eine entsprechende Markenkampagne starten, die sich stark an dieses Bild anlehnen wird. Doch natürlich kostet sowohl das Team als auch das gesamte Engagement im Rennsport nicht wenig Geld.
Der Mercedes Rennstall wird nicht nur vom Daimler Konzern finanziert, der allerdings die Mehrheit hält, sondern auch von deren Großinvestor Aabar. Einst lief das Team unter dem Namen Brawn GP, aber im November letzten Jahres hatte sich Mercedes für einen Millionenbetrag im zweistelligen Umfang über 45 Prozent eingekauft und deren Großinvestor nochmal 30 Prozent. In die neue Saison wird nun mit dem Namen Mercedes GP gestartet.
Siege müssen her
Der Chef von Daimler brachte nun seine Position zu diesem Engagement ganz klar zum Ausdruck. So könnte es natürlich mal vorkommen, dass Mercedes drei oder vier Rennen verliere, aber sollte sich abzeichnen, dass das Geld auf andere Art und Weise besser und effizienter angelegt werden könne, um das neue Image von Mercedes aufzubauen und zu stärken, wird man recht schnell umswitchen. Schließlich muss sich eine solche Millioneninvestition auch irgendwie rechnen. Neben Michael Schumacher soll Nico Rosberg ebenfalls für ordentlich Gas, schnelle Kurven und eine gute Reputation sorgen.
Schumacher selbst hatte sich Anfang Februar im Zusammenhang mit den Testfahrten in Valencia noch eher zweifelnd geäußert. Seiner Meinung nach sei es kritisch, ob man die ersten Rennen würde gewinnen können. Allerdings sieht das nun nach Beginn der Testfahrten in Jerez doch wieder etwas anders aus und Schumi wird wieder zuversichtlich. Drei Jahre Pause im aktiven Rennsport haben den 41jährigen nicht daran gehindert, in der Zeitentabelle immerhin den sechsten Platz.