Rennen: Das Indy 500

Es ist eines der berühmtesten Rennen der Welt und auch eines der spannendsten, die sogenannten 500 Meilen von Indianapolis oder Indianapolis 500. Das weit über die Grenzen der USA hinaus bekannte Rennen gibt es seit 1911, damit ist es eines der ältesten Autorennen das auf einer Rundstrecke ausgetragen wird.

Das Indy 500 ist jedoch kein eigenständiges Rennen sondern Teil und Höhepunkt der IndyCar Serie (früher Champ Car Serie). Fast eine halbe Million Menschen sehen sich das Ereignis live auf der Rennstrecke an – damit sind die 500 Meilen von Indianapolis die größte Sportveranstaltung der Welt. Die Rennstrecke selbst – der Indianapolis Motor Speedway war die erste speziell für Autorennen gebaute Rennstrecke, sie wurde 1909 errichtet. Die Strecke ist in der Form eines Ovals gebaut und hat eine Gesamtlänge von 2,5 Meilen. Die Streckenoberfläche der Rennstrecke bestand anfangs nur aus Schotter und Teer, da der Belag nach den ersten Rennen jedoch stark beschädigt wurde begann man die Oberfläche zu asphaltieren. Die Rennen gehen über eine Distanz von 200 Runden was 500 Meilen oder 804,5 Kilometer entspricht, da die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 350 Kilometern pro Stunde liegt dauert ein Rennen in etwa drei Stunden und ist daher für die Fahrer und das Material eines der anspruchvollsten Rennen der Saison.

Bei den Rennen werden Geschwindigkeiten von bis zu 380 Stundenkilometern erreicht, oft entscheiden hier schon kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage. Im Mai 1911 fand das erste 500 Meilen Rennen in Indianapolis statt, Sieger wurde Ray Harroun auf einem Marmon Wasp, er benötigte für die 500 Meilen 6 Stunden und 42 Minuten was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 Meilen oder 116 Stundenkilometern entspricht. Durch solche, für damalige Zeiten bahnbrechende Geschwindigkeiten wurden Autos auch bei Privatleuten immer beliebter, von Amerika ausgehend entstanden moderne Autocenter weltweit, sei es ein Autocenter in Detroit, Autocenter Augsburg oder Autocenter Tokio.

Unterschiede zu herkömmlichen Autorennen und Besonderheiten

Im Gegensatz zu „gewöhnlichen“ Autorennen trinkt der Sieger keinen Champagner auf dem Podest sondern seit 1936 Milch aus einer Glasflasche. Das Gesicht des jeweiligen Siegers wird auf dem „BorgWarner-Pokal“ verewigt. Von 1950 bis 1960 fanden Formel 1 Rennen ebenfalls in Indianapolis statt. Das Qualifikationsverfahren für die 500 Meilen von Indianapolis ist einzigartig – es erstreckt sich über vier Tage, die Startpositionen für das Rennen werden auf vier Tage verteilt erkämpft.

Am vierten Tag wird nochmals alles umgeworfen – hat sich ein Fahrer in den ersten drei Tagen keinen Startplatz sichern können, so kann er am vierten Tag noch einen bekommen – dazu muß er allerdings schneller sein als ein zuvor qualifizierter Fahrer – dieser scheidet dann aus. Wer einmal die Gelegenheit bekommen sollte sich ein 500 Meilen Rennen in Indianapolis anzusehen, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen beim weltgrößten Sportevent zuzusehen.

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