Die Entwicklung des Autoradios von 1932 bis heute

Das erste Autoradio kam 1932 bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin auf den Markt. Es hieß Autosuper 5 und war eine Revolution – unterwegs Radio hören, was für ein Privileg! Es wog 15 Kilo und dank des teuren Preises von 465 Reichsmark (für das Dreifache bekam man damals schon einen Kleinwagen) war es ein absolutes Luxusprodukt. Vom heutigen störungsfreien digitalen Radio für Jedermann war es freilich noch einige Lichtjahre entfernt.

In den Fünfziger und Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde das Autoradio kompakter und so günstig, dass es für viele Autofahrer erschwinglich wurde. Auch wurden nun Kassettenspieler integriert – die mühsam zuhause aufgenommenen Tapes konnten endlich auch unterwegs angehört werden. In den Siebziger Jahren konnten Autoradios automatisch auf aktuelle Verkehrsnachrichten umschalten, in den Achtzigern kann mittels Radio-Daten-System (RDS) der Sendername im Display angezeigt werden. Die erste Autoradio-Kombi mit CD kommt auf den Markt und erlaubt ein verbessertes Klangbild.

1995 setzt ein Autoradio mit GPS-Empfänger, Routenführung und gesprochenen Fahrempfehlungen neue Zeichen. Die ersten Komponenten für das digitale Autoradio (DAB – Digital Audio Broadcasting) werden entwickelt, der Empfang und die Klangqualität werden immer besser.

Heute sind Geräte im Retro-Look wieder absolut in, drinnen steckt aber natürlich die modernste Technik. In den Sechziger Jahren war beispielsweise das Autoradio „Mexiko“ von Becker Kult. 1997 kam es nochmals kurzzeitig auf den Markt – im nostalgischen Design mit edlen Materialien, und mit Technik vom Feinsten: Bluetooth für die kabellose Kommunikation mit dem Handy, per Sprach-Dialog-System kann man die Routenführung manuell steuern, der integrierte MP3-Player wird mit SD-, MMC- oder CF-Karten gefüttert. Wenn das die Entwickler des Autosuper 5 sehen könnten …

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